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Betreuungskonzept

In unserer pädagogischen Arbeit verfolgen wir eine kindorientierte Pädagogik, die das ganzheitliche Leben und Lernen des Kindes in den Mittelpunkt stellt. Unser Ziel ist es, dass jedes einzelne Kind sich selbst in seiner Vielfältigkeit und Individualität erfahren und sich zugleich als ein fester Bestandteil einer sozialen Gemeinschaft erleben kann.

Wir machen bewusst die Perspektive und die Erfahrungswelt der Kinder zur Basis unserer pädagogischen Arbeit, indem wir die sozialen Aspekte des Zusammenlebens und der Alltagssituationen berücksichtigen und darauf reagieren. Hierbei lehnen wir uns an den “situationsorientierten Ansatz” an, der genau diese Sichtweise für sich beansprucht. Dieser Ansatz formuliert zudem die Gleichberechtigung aller Menschen als oberstes Ziel und berücksichtigt dabei folgende Punkte:

  • die Individualität und Persönlichkeit des Kindes
  • die Wertschätzung von Kindern
  • die Achtung der Rechte jedes einzelnen Kindes
  • die Nichtausgrenzung von aktuellen Situationen, in denen sich die Kinder befinden
  • die Bedeutung jedes einzelnen Tages

Erreichen können wir diese Punkte, indem die pädagogischen Fachkräfte die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten, sie unterstützen und ihnen Zeit und Raum für eigene Erfahrungen lassen. Erst dadurch wird es ihnen möglich sein, ihren Interessen und Bedürfnissen nachzugehen und dabei die Zusammenhänge der Dinge zu entdecken und verstehen zu lernen, also, was, wie und mit wem, warum und wieso miteinander in Beziehung steht. Die Kinder finden hierbei nicht nur Zugang zu ihren eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Empfindungen, sondern gewinnen Sicherheit und Orientierung in der Welt.

Betreuungsform

1. Ganztagsbetreuung
In der Kindertagesstätte Villa Rosenrot werden 45 Kinder von unter einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut und pädagogisch gefördert. Davon sind 30 Kinder älter und 15 Kinder jünger als drei Jahre. Unsere Einrichtung öffnet um 7.30 Uhr und schließt um 16.30 Uhr.

Alle Kinder haben die Möglichkeit, ab 8.00 Uhr in der Einrichtung zu frühstücken. Das Frühstück besteht aus Tee, Müsli, Brot, Butter, Frischkäse etc. (Bioprodukte), welches für die Kinder bis 9.00 Uhr bereitgestellt wird.
Für jedes Kind gibt es täglich ein warmes Mittagessen (ohne Schweinefleisch) mit gemischtem Salat. Das vielseitige Essen wird frisch geliefert und direkt an die Kinder verteilt. Am Nachmittag wird den Kindern ein Nachtisch und zusätzlich diverses Obst (Bioprodukte) sowie je nach Situation auch Kekse, Reiswaffeln etc. gereicht. Getränke werden den Kindern den ganzen Tag über angeboten.

2. Altersgemischte Arbeit
In der Kindertagesstätte haben die Kinder die Möglichkeit, in altersgemischten Gruppen zu spielen, voneinander zu lernen und soziale Erfahrungen zu machen. Dabei lernen zum Beispiel die älteren Kinder, den jüngeren Kindern zu helfen und Verantwortung zu übernehmen. Die jüngeren Kinder lernen schneller selbstständiges Verhalten und können in Ruhe beobachten, welche Veränderungen auf sie zukommen.

3. Stammgruppen
Die Kinder finden sich, je nach Entwicklungsstand, einmal am Tag in Stammgruppen zusammen. Insgesamt gibt es drei Stammgruppen, die von jeweils drei pädagogischen Fachkräften begleitet werden. Es handelt sich um altershomogene Gruppen, in denen entwicklungsspezifische Förderung stattfindet. Jede Stammgruppe verfügt über eine allgemeine Wochenplanung mit strukturierten wie auch teilstrukturierten Aktivitäten.

Eingewöhnung der Kinder

1. Anwesenheitspflicht der Eltern
Die Aufnahme des Kindes in die Kindertagesstätte ist ein tief greifender Moment in seine bisherigen Lebensgewohnheiten.
Für die meisten Kinder und deren Eltern bedeutet der Eintritt in die Kindertagesstätte, das erste Mal loszulassen. D.h. die Kinder erfahren in der Regel zum ersten Mal was es heißt, mit anderen Kindern in einer Gruppe – ohne Elternteil – zu sein. Aber auch die Eltern müssen in dieser Phase lernen loszulassen und ihr Kind den pädagogischen Kräften anzuvertrauen.

Die aktive Unterstützung beim Eingewöhnungsprozess durch die Eltern in die völlig neue Welt der Tagesstätte mit ihren unbekannten Räumen, fremden Erwachsenen und anderen Kindern ist aus pädagogischen Gründen unabdingbar. Sie sind seine Bezugspersonen, die ihm Halt und Sicherheit geben. Gerade in der ersten Zeit der Eingewöhnung, in der alles noch fremd und neuartig ist, benötigt das Kind die Eltern. Sie sind für das Kind die sichere Basis, von der aus es seine Umwelt erkunden kann. Deswegen ist die Anwesenheit eines Elternteils in den ersten Tagen und seine Verfügbarkeit in den ersten Wochen der Eingewöhnung sehr wichtig und unentbehrlich.

2. Eingewöhnungszeit
Die Eingewöhnungszeit kann von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein. Abhängig ist dies von der Entwicklungsphase, in der sich das Kind befindet und welche Erfahrungen es hinsichtlich der Eingewöhnung mitbringt. Der Zeitraum der Eingewöhnung kann bis zu vier Wochen oder länger betragen. Sie ist erst abgeschlossen, wenn das Kind eine emotionale Bindung zu mindestens einer pädagogischen Fachkraft aufgebaut hat. Die Eingewöhnung wird immer im Sinne des Kindes sein, also so lang wie nötig, aber immer so kurz wie möglich.

3. Eingewöhnungsprozess
In der ersten Woche kommt das Kind mit einem Elternteil in die Gruppe und erkundet gemeinsam mit ihnen die Umgebung. Das Kind macht sich in den ersten Tagen mit den neuen Räumlichkeiten, den Kindern, Erwachsenen und dem Spielmaterial vertraut. Das Elternteil soll sich allmählich zurückziehen und verlässt nach einigen Tagen, nach Absprache mit den pädagogischen Kräften, für einen immer längeren Zeitraum den Gruppenraum. Parallel dazu nehmen sich die Fachkräfte verstärkt dem Kind an und bauen eine engere Beziehung zu ihm auf. In den darauf folgenden Tagen wird die Zeit in der Gruppe stetig erweitert. Das Kind wird allmählich in der Lage sein, eine kurze Zeit ohne Elternteil in der Einrichtung zu bleiben. Nach Absprache wird das Kind dann am Mittagessen teilnehmen, später dann je nach Alter am Mittagsschlaf bzw. der Ausruhphase.
Wichtig ist es, dass ein Elternteil auch in dieser Phase der Eingewöhnung stets erreichbar ist und bei Schwierigkeiten sofort in die Einrichtung kommen kann, um sein Kind abzuholen.
Der nächste Schritt der Eingewöhnung ist das gemeinsame Essen des Nachtisches. Sollte der Punkt erreicht sein, dass das Kind gerne in die Einrichtung kommt und alleine bleiben möchte, ist die Eingewöhnung abgeschlossen. Die Abholzeit gestaltet sich dabei immer noch nach den Bedürfnissen des Kindes und in Absprache mit den pädagogischen Fachkräften der Gruppe.

 

Übergang in die Grundschule

Der Eintritt in die Schule ist für das Kind ein bedeutsamer Abschnitt in seinem bisherigen Leben. Mit dem Schuleintritt muss das Kind Abschied nehmen von vertrauten Personen und Dingen, wie dem Außengelände oder den Gruppenräumen. Deshalb bieten wir im Rahmen unserer pädagogischen Arbeit eine Hinführung zur Grundschule an. Dieses pädagogische Angebot findet in den letzten Wochen/Monaten statt und richtet sich an alle Kinder, die im jeweiligen Jahr eingeschult werden.“ Unser Ziel ist es dabei, den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Schule zu erleichtern und sie für die Schule zu begeistern.

1. Thema Schule
Vorlesegeschichten über das Thema Schule sollen dem Kind helfen, sich mit dem Gedanken der Einschulung vertraut zu machen. In Kinderkonferenzen haben die Kinder die Gelegenheit, all das anzusprechen, was ihnen zum Thema Schule wichtig ist und was sie gerne erfahren möchten. Zudem haben sie die Möglichkeit, durch einen Schulbesuch die Schule nicht mehr als etwas Abstraktes, sondern als etwas Konkretes wahrzunehmen. Sie lernen eine Lehrerin bzw. einen Lehrer kennen, erhalten Einblicke in ein Schulgebäude, in verschiedene Klassenräume und nehmen an einer Unterrichtsstunde teil.

2. Projektarbeit
Die Projektarbeit entwickelt sich aus den Beobachtungen und Dokumentationen, die wir regelmäßig durchführen, um festzuhalten, was die Kinder beschäftigt, was sie wissen wollen und wo ihr Interesse ist. Die Entscheidung, welches Thema zum Projekt wird, hängt von den Kindern ab, ob es als ein solches angenommen wird. In der Projektarbeit bearbeiten die pädagogischen Fachkräfte und die Kinder gemeinsam ein Thema. Dabei planen nicht die Erwachsenen für die Kinder, sondern mit ihnen. Das heißt die Kinder bestimmen mit, was im Projekt geschieht und sind mit verantwortlich, wie es sich entwickelt. Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es im Projektverlauf, den Kindern immer wieder Impulse und Anregungen zu geben, ihre Ideen aufzugreifen und sie bei der Auseinandersetzung mit dem Thema zu unterstützen und zu begleiten. Der Abschluss der Projektarbeit ist mit einer Präsentation der Projektergebnisse zum Schultütenfest verbunden.

3. Schultütenfest
Das Schultütenfest findet gemeinsam mit den Eltern der zukünftigen Schulkinder am Ende des Kindergartenjahres statt. Jedes zukünftige Schulkind bekommt bei diesem Fest seine von ihm selbst gebastelte Schultüte überreicht. Die zukünftigen Schulkinder stehen bei diesem Fest im Mittelpunkt, sind stolz auf ihre Schultüte und dass sie in die Schule gehen. Die Übergabe der Schultüte durch ein jüngeres Kind symbolisiert hierbei den Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind. Den zukünftigen Schulkindern und deren anwesenden Eltern wird in diesem Moment bewusst, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt.